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Liebe Gemeinde,

das Evangelium am Sonntag, dem 21. Juni, ist ein Sammelsurium von Einzelworten, die die Verfasser des Evangeliums zusammengefügt haben. Ein Zuruf zieht sich aber durch die Worte und Verse: „Fürchtet Euch nicht!“  4-mal taucht dieses Wort „Furcht“ oder „Fürchtet“ in dem kurzen Abschnitt auf.

Ich habe den Eindruck, dass Furcht oder Angst auch unsere Zeit prägt, weil:

  • die Rassendiskriminierung Menschen anderer Hautfarbe und Herkunft hart trifft. Sie wird befeuert von Menschen mit radikalen Ansichten
  • der Klimawandel nicht zu stoppen ist und vielleicht nicht mal zu bremsen
  • Immer wieder Ansteckungsherde durch das Corona-Virus auftauchen und so schnell kein Gegenmittel bereitsteht
  • Und mehr...

Was gibt mir Hoffnung ? Was macht mir Mut?

Einmal: ich will keinen falschen Nachrichten glauben, weder denen, die sagen: „alles nicht so schlimm“ wie auch denen die mir Angst machen wollen. Vielmehr will ich nüchtern auf die Fakten sehen. Und mich fragen: was kann ich tun? Welchen nächsten Schritt will ich mit anderen gehen?

Ich wünsche Ihnen einen Sonntag mit viel Hoffnung und Mut zum nächsten Schritt!

Ihr Pfarrer Gerhard Reitz

Fronleichnam

Liebe Gemeinde,

an Fronleichnam feiern wir unseren Glauben ganz bewusst auch außerhalb der Kirchenräume. Wir zeigen damit, dass Gott überall in unserer Mitte ist und mit uns durch das Leben geht.

In diesem Jahr wird es zwar keine öffentliche Prozession geben, doch die Ritaschwestern werden stellvertretend für uns alle eine Prozession durchführen. Zudem wird bei St. Adalbero ein kleiner Blumenteppich gelegt. Pater Hans Steinle wird beim Einzug in die Kirche am Blumenteppich vorbei gehen und ein paar Worte sprechen. Anschließend haben Kinder die Möglichkeit den Teppich mit ihren Blüten zu bestreuen. Ich denke, es ist ein schönes Zeichen, wenn der Glaube nicht an der Kirchentüre aufhört, sondern auch draußen sichtbar ist.

Vielleicht haben Sie auch Lust an diesem Tag an Ihrer Haustüre oder Ihrem Fenster ein Zeichen (z. B. ein Bild, ein Kreuz, eine Kerze, Blumen ...) zu setzen. Es kann Sie selbst und andere erinnern, dass Gott in unseren Straßen und Häusern gegenwärtig ist.

Ich wünsche Ihnen und Euch allen - auch im Namen des ganzen Teams - ein gesegnetes Fronleichnamsfest und einen frohen Sonntag, an dem Sie Gottes Nähe spüren können!

Roswitha Spenkuch, Gemeindereferentin

Dreifaltigkeit

Liebe Gemeinde!

Wie sollen wir uns vorstellen, dass Gott dreifaltig ist? Wie soll das funktionieren? Sind das drei Götter übereinander oder nebeneinander?

Wir Christen glauben definitiv, dass es nur einen einzigen Gott gibt. Es muss einen Ursprung von allem geben. Wenn Jesus uns gelehrt und vorgelebt hat, dass Gott von seinem Wesen her die Liebe ist, dann braucht diese Liebe auch ein Gegenüber. Liebe will sich verschenken! So glauben wir, dass unser Gott ein Gott in drei Personen ist. Der Vater liebt und verschenkt sich selbst, Gott Sohn empfängt diese Liebe und der Heilige Geist ist das Band der Liebe, das die Gemeinschaft zusammenhält. So wie wir es in der Abbildung hier sehen. Es ist im Deckenfresko der Kirche St. Jakobus in Urschalling im Chiemgau zu sehen und eine wunderbare Darstellung der Dreieinheit. Die drei Körper verschmelzen nach unten hin zu einem einzigen. Diese eher untypische Darstellung macht deutlich: es gibt für uns Christen also nur einen Gott, der in drei Personen Gemeinschaft ist.

Was hat das mit uns Menschen zu tun?

Wir Menschen sind berufen, genau diese Liebe in Gemeinschaft mit Gott und mit anderen zu leben. Mit jedem Kreuzzeichen erinnern wir uns daran, dass wir auf den dreifaltigen Gott getauft sind. Mit jedem Kreuzzeichen werden wir aufgerufen, die Liebe Gottes zu empfangen und weiterzugeben. Deshalb ist das Dreifaltigkeitsfest kein kompliziertes Fest, sondern der praktische und einfache Hinweis, die Liebe zu leben.

Ich wünsche Ihnen und Euch allen – auch im Namen des ganzen Teams – ein gesegnetes Wochenende!

Pastoralreferentin Melanie Jörg-Kaluza

Pfingsten Skulptur

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Skulptur oben will erinnern und zur Versöhnung rufen. Der Künstler wollte ein Denkmal aus Licht schaffen - eine Friedenstaube, die mich an das Pfingstfest denken lässt. Die Geschichte dazu erzähle ich auf der Rückseite.

Zu Pfingsten heißt es in Apostelgeschichte im 2. Kapitel (übersetzt von Fridolin Stier):

Und als der Tag des Pfingstfestes vollends gekommen, waren alle gemeinsam am Ort. Und es geschah: Plötzlich kam aus dem Himmel ein Brausen - wie von einherfahrendem gewaltigem Schnaufen. Und es füllte das ganze Haus, darin sie saßen. Und sichtbar wurden ihnen - sich verteilend - Zungen wie von Feuer. Und die setzten sich auf jeden von ihnen. Und voll heiligen Geistes wurden alle. Und ihre Zungen begannen anders zu reden - wie der Geist es ihnen kund gab. ... Als laut ward dieses Rauschen, lief die Menge zusammen und ward verwirrt, da ein jeder sie hörte in seiner eigenen Sprache. Sie waren außer sich und sagten staunend: Nein - da! Die hier reden - das sind allsamt Galiläer! Und wieso hören wir jeder unsere Sprache, in der wir geboren sind? ... Sie waren alle außer sich und wußten nicht ein noch aus - sagte einer zum anderen: Was mag das sein?

Ein frohes, geisterfülltes Pfingsten auch im Namen unseres Teams!

Ihr Pfarrer Gerhard Reitz

Öffnungszeiten

Liebe Leserinnen und Leser der Bücherei St. Adalbero,

nach über zwei Monaten ist es endlich so weit:

Wir öffnen die Bücherei wieder!!!

Ab Montag 08. Juni 2020 um 10 Uhr können Sie uns zu den Sonderöffnungszeiten besuchen.
Zurzeit entliehene Medien verlängern wir kostenlos bis zum 30. Juni 2020.
Die letzten Wochen haben wir unter anderem dazu genutzt, neue Medien einzupflegen.
Alle zurückgegebenen Medien werden vor der nächsten Ausleihe desinfiziert.
Um die Vorgaben der Regierung einzuhalten und das Risiko einer Ansteckung zu minimieren gelten allerdings einige Regeln um die Bücherei St. Adalbero zu betreten.

Dies sind:

    1.  Zutritt nur je Familie eine Person incl. Kind zum Ausleihen der Medien.

    Wir bitten Sie, dass aus jeder Familie nur eine Person zum Ausleihen kommt, soweit dies möglich  
    ist. Wir wollen Niemandem den Zugang erschweren, wie z.B. Alleinerziehenden, aber wenn Sie die
    Möglichkeit haben, sind wir dankbar, wenn Sie diese nutzen.

    2.  Zutritt nur mit Mund-Nase-Bedeckung an der mit EINGANG gekennzeichneten Türe.

    Die Hände sind im Eingangsbereich an einem Desinfektionsmittelspendern zu reinigen.

    3.  Zutritt höchstens 3 Kunden gleichzeitig.

    Es dürfen höchstens 3 Kunden gleichzeitig in die Bücherei. Um dies sicher zu stellen, befinden sich
    3 Klammern vor dem Eingang. Jeder Kunde, der eintritt, nimmt sich eine Klammer. Sind keine
    Klammer mehr vorhanden, warten Sie bitte vor der Türe, bis wieder eine zurückgegeben wird.

    4.  Nur Ausleihe & Rückgabe.

    Rückgaben am Eingang in die Box legen. Rückgabe ohne neue Ausleihe ist jederzeit während der  
    Öffnungszeiten ohne Betreten der Bücherei möglich. Bitte versuchen Sie, auch ansonsten die
    Aufenthaltszeit in der Bücherei möglichst kurz zu halten.

    5.  Toilette ist geschlossen.

    Wir bedauern, dass wir aus Sicherheitsgründen die Toilette geschlossen lassen müssen.

    6.  Bitte 2 m-Abstand beachten.

    7.  Hygienerichtlinien beachten.

    Niesen in die Armbeuge, mit Symptomen zu Hause bleiben etc.

Karin Bohn
Büchereileitung St. Adalbero
Würzburg, 25.05.2020

Osterkerze 2020

Liebe Leserin, lieber Leser,

die ersten Schritte zum Gottesdienst nach 2 Monaten Pause waren vorsichtig und tastend. Anrührend, wie das Entzünden der neuen Osterkerze am Licht der letztjährigen Osterkerze und dann wieder fremd, wenn wir auf Abstand in die mit Masken geschützten Gesichter blicken, wenn nur wenig gesungen werden kann. Auf der anderen Seite: Das eine gesungene Osterlied nehme ich ganz anders wahr und summe es noch auf dem Weg nach Hause. Jemand lächelt mir zu, obwohl ich den Mund nicht sehe. Die kurzen Texte und Schriftworte höre ich intensiver als sonst. Die Stille dazwischen ist wichtig und jede Fürbitte höre ich anders.

Es ist schön zu erleben, wie achtsam alle miteinander umgehen, Abstand halten und Masken tragen um einander zu schützen, weil wir uns wichtig und wertvoll sind.

Demnächst werden wir auch wieder Eucharistie feiern, ganz bewusst, mit Vorsicht und die Austeilung der Kommunion geschieht mit Abstand, soweit unsere Arme reichen, still und ohne Worte. Aber auch das kann zu einer ganz neuen und bewussten Wahrnehmung führen.

Herzlich lade ich Sie zur Wortgottesfeier am Sonntag um 10:30 Uhr nach St. Adalbero ein. Lassen Sie sich vom Eingangsspiel von Herrn Walter überraschen - ein Lumen Christi für Orgel.

Ich wünsche ihnen im Namen des Teams einen gesegneten Sonntag!

Gerhard Reitz, Pfarrer

Fallschirmspringer
„Ich bin dann mal weg“

Liebe Leserin, lieber Leser,

an das, was uns Lukas am Anfang seiner Apostelgeschichte (1,1-11) von der Himmelfahrt Jesu überliefert, erinnert mich ein Bild, das im Religionsbuch meiner Volksschulzeit abgedruckt war. Jesus ist da bereits emporgehoben; inmitten einer Wolke ist von seiner Person kaum mehr etwas zu sehen. Die Jünger und seine Mutter stehen da und schauen nach oben, ihm nach zum Himmel.

Ihre Augen suchen ihn, der so lange unter ihnen war und jetzt endgültig ihrem Blick entschwunden ist. Wie oft waren sie mit ihm zusammen gewesen, hatten ihn erlebt, hatten ihm zugehört, waren Augen- und Ohrenzeugen seines Wirkens und seiner Botschaft geworden. Niemand hatte so viel mitbekommen wie sie. Und das sollte jetzt alles endgültig aus sein? Wie geht es weiter mit dem, was Jesus begonnen hat? Wie geht es weiter mit der Frohen Botschaft, die er verkündet hat? Wie geht es weiter mit ihnen, der Gemeinschaft der Jünger?

Haben wir in unserer Zeit nicht ähnliche Fragen? Wie geht es weiter mit dem Christentum? Wie können wir die Botschaft Jesu in dieser Zeit der Corona-Pandemie leben und verkündigen und so seinen Sendungsauftrag erfüllen? Wie geht es weiter mit unseren gottesdienstlichen Feiern? Wie geht es weiter mit unserem Miteinander, unserem Gemeindeleben?.........

Bitten wir in diesen Tagen vor Pfingsten um Gottes Geist, der uns sicher zeigt, wie christliches Leben trotz Corona in unserer Zeit aussehen kann.

Einen gesegneten Feiertag wünscht

Diakon Gerhard Gabel

Liebe Schwestern und Brüder
in unserer Pfarreiengemeinschaft Sanderau!

Corona zwingt uns, das Ritafest in diesem Jahr anders als in der gewohnten Form zu feiern. Es kann kein öffentlicher Gottesdienst stattfinden und der Stehempfang muss ausfallen.

Christus-Fenster im Basler Münster (Querhaus)

Liebe Mit-Glaubende in der Pfarreiengemeinschaft Sanderau,

kann man sich an Ostern gewöhnen? Wie kann das Unerhörte des aufgebrochenen Grabes uns weiter bewegen, auch wenn der momentane Alltag uns sehr in Beschlag nimmt? Die biblischen Texte, die uns an diesem Sonntag vorgelegt werden – sie sagen uns zweierlei: Christsein ist zu allen Zeiten heraus-fordernd und schwer, leicht und beglückend zugleich. Und: Alles kommt darauf an, dass wir nicht nur als Gemeinde, sondern auch als Einzelne mit dem Auferstandenen verbunden bleiben und das Verbundensein mit ihm pflegen.

Einen gesegneten Sonntag auch im Namen des Pastoralteams wünscht Ihnen

Pater Hans Steinle, Claretiner

5. Sonntag der Osterzeit 10. Mai 2020

Liebe Gemeinde,

ich denke zur Zeit oft: „Normalerweise hätte ich heute …“ An diesem Sonntag war zum Beispiel die Wallfahrt nach Retzbach geplant und ein Muttertagsbesuch. Vielleicht geht es Ihnen ähnlich. Manchmal finde ich es sehr schade, dass alle Pläne einfach über den Haufen geworfen werden. Ein anderes Mal freue ich mich über den freien Abend und die Zeit für den Garten oder ein gutes Buch. Ich versuche immer mehr die Möglichkeiten in der neuen Situation zu sehen. Wenn z. B. mein Mann am Muttertag alleine mit seiner Mutter spazieren zu geht, anstelle eines großen Verwandtschaftstreffens, entsteht womöglich sogar eine intensivere Begegnung. Auch wenn die gemeinsame Wallfahrt nach Retzbach nicht statt finden wird, kann ich alternativ eine Wallfahrt für mich machen.

Es kann auch eine kürzere Wegstrecke sein, eventuell nach Randersacker zur Kapelle. Ebenso gut kann ich natürlich in St. Adalbero oder St. Andreas eine Kerze in meinen Anliegen bei der Marienfigur anzünden. Gespräche sind im Moment nur eingeschränkt möglich. Aber beim Spazieren gehen und am Telefon kann man sich austauschen. Falls Sie dies gerne möchten, können sie sich an mich wenden. (Tel.: 0931 8804679, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Ich wünsche uns, dass Gott uns die Augen öffnet für die Möglichkeiten, die uns jeden Tag geschenkt werden.

Roswitha Spenkuch, Gemeindereferentin

Schafe auf der Weide

Liebe Gemeinde!

Die österliche Vorbereitungszeit und Ostern sind vorbei - ohne die gewohnten Gottesdienste. Ideen sind entwickelt worden, die es vorher nicht gab und viele haben zuhause gefeiert. Jetzt zeichnet sich ab, dass wir wieder öffentlich Gottesdienst feiern können - unter strengen Auflagen. Im ersten Schritt noch keine Eucharistie und keine Kommunionspendung.

 

Dies sind unsere ersten Gottesdienste:

  • am Freitag, 8. Mai 18:30 Maiandacht in St. Andreas
  • am Freitag, 15. Mai 18:30 Maiandacht in St. Adalbero
  • am Sonntag, 17. Mai 10:30 Wortgottesfeier in Andreas mit Entzünden der Osterkerze
  • Sonntag, 24. Mai 10:30 Wortgottesfeier in Adalbero mit Entzünden der Osterkerze

Wichtig ist dabei:

  1. Bringen Sie einen Mund-Nasen-Schutz mit!
  2. Nutzen Sie den bezeichneten (einen) Eingang zur Kirche (die Tür steht offen!)
  3. Lassen Sie sich die Hände am Eingang desinfizieren
  4. Bringen Sie ihr eigenes Gotteslob mit
  5. Bitte nehmen Sie nur auf den bezeichneten Sitzen Platz
  6. Halten Sie 2 m Abstand beim Eintreten und Hinausgehen

Ich freue mich auf die ersten gemeinsamen Schritte! Herzliche Grüsse

Ihr Pfarrer Gerhard Reitz

Rundbrief 3. Ostersonntag

Liebe Gemeinde!

„Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte, süße wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land...“, ich liebe dieses Gedicht von Eduard Mörike. Es drückt aus, was ich derzeit jeden Tag erlebe. Der Frühling zeigt sich von seiner besten Seite mit blauem Himmel, Sonnenschein und den ersten Blumen. Und vor allem mit Vogelkonzerten, die in der Stille dieser Tage viel lauter zu hören sind. Ja, ich genieße den Frühling in diesem Jahr besonders! Ich habe auch das Osterfest ganz anders und intensiver erlebt. Die Hoffnung auf Leben und Transformation zum Guten hin habe ich viel existentieller erlebt. Nachdem sich bei jedem von uns plötzlich alles verändert hat, tut es uns gut, in der Natur Ruhe und den wiederholten Ablauf der Jahreszeiten zu finden. So können wir die Sorgen und Ängste ablegen und das neue Gewand der christlichen Hoffnung anziehen: die Auferstehung und das Leben trotz des Todes und Leides. Ich wünsche Ihnen, dass sie sich in die Sonne setzen und das Gesicht vom Wind streicheln lassen, wenn Sie sich schwach und allein fühlen. Hören Sie den Vögeln zu und lächeln Sie in sich hinein, wenn Sie nicht mehr weiter wissen. Und vergessen Sie dabei nicht, Gott für diese wunderbare Schöpfung zu danken und ihn für all das Leben um uns herum zu loben.

Ihre Pastoralreferentin Melanie Jörg-Kaluza

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